Menschen mit Migräne mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Forscher

Der Zusammenhang zwischen Migräne und kardiovaskulärem Risiko kann auf den verstärkten Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten zurückgeführt werden.

Menschen, die an Migräne leiden, könnten ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Blutgerinnsel und eine unregelmäßige Herzfrequenz haben, sagen Forscher. Weltweit sind rund eine Milliarde Menschen von Migräne betroffen. Sie hat erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität und belastet die Gesellschaft erheblich. Obwohl die absoluten Risiken gering waren, legen die Ergebnisse nahe, dass "Migräne als ein potenter und persistenter Risikofaktor für die meisten kardiovaskulären Erkrankungen bei Männern und Frauen angesehen werden sollte", sagten Forscher vom Aarhus University Hospital, Dänemark, und der Stanford University, USA. Der Zusammenhang zwischen Migräne und kardiovaskulärem Risiko kann auf die vermehrte Verwendung von entzündungshemmenden Medikamenten durch die an der Kopfschmerzerkrankung leidenden Patienten zurückgeführt werden.

Entzündungshemmende Medikamente sind mit einem erhöhten Risiko für Herzprobleme verbunden, während eine Immobilisierung im Zusammenhang mit Migräneattacken hinter dem Anstieg des Risikos für Blutgerinnsel stehen kann. Aktuelle Leitlinien empfehlen nicht die Verwendung von Gerinnungshemmern wie Aspirin zur Behandlung von Migräne, sondern Kliniker müssen "prüfen, ob Patienten mit besonders hohem Risiko für Herzerkrankungen von Antikoagulans-Behandlung profitieren würden", die Forscher sagten, in einem Papier veröffentlicht in die Zeitschrift The BMJ.

Für die Studie verglich das Team Daten von über 51.000 Dänen, bei denen Migräne diagnostiziert wurde, mit über 510.000 Dänen, die über einen Zeitraum von 19 Jahren, von 1995 bis 2013, Migräne-frei waren. Während eine Verbindung zwischen Migräne, Schlaganfall und Herzinfarkt bestand, Die neue Studie zeigte, dass Migräne auch positiv mit einem Blutgerinnsel und unregelmäßiger Herzfrequenz verbunden war. Zum Beispiel hatten 25 Patienten mit Migräne pro 1000 Patienten einen Herzinfarkt im Vergleich zu 17 Migräne-freien Patienten, während 45 Patienten mit Migräne einen ischämischen Schlaganfall (Blutgerinnsel im Gehirn) im Vergleich zu 25 Migräne-freien Patienten hatten, zeigte die Studie.

Schau das Video: Migräne erhöht Risiken für Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall

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