Brustkrebs tritt eher bei postmenopausalen Frauen mit normalem Body-Mass-Index (BMI), aber höherem Körperfett auf

Die Forscher fanden heraus, dass das Brustkrebsrisiko trotz eines normalen BMI um 35 Prozent pro fünf Kilogramm Körperfett erhöht wurde.

Postmenopausale Frauen mit normalem Body-Mass-Index (BMI), die gleichzeitig einen höheren Körperfettanteil haben, können jedoch ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben, schlägt neue Forschung vor. BMI bezieht sich auf das Verhältnis von Gewicht zu Körpergröße, aber es ist keine exakte Methode zur Bestimmung des Körperfettanteils, da Muskelmasse und Knochendichte nicht von Fettmasse unterschieden werden können. Die Forscher fanden heraus, dass das Brustkrebsrisiko trotz eines normalen BMI um 35 Prozent pro fünf Kilogramm Körperfett erhöht wurde. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Risiko für invasiven Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen mit normalem BMI und einem höheren Körperfettanteil erhöht ist, was bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung ein unerkanntes Krebsrisiko hat", sagte Neil Iyengar, Onkologe bei das Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York.

Die Ergebnisse der Forschung sollen auf einer Konferenz der American Association for Cancer Research vom 27. bis 30. Januar in Texas präsentiert werden. In der Studie wurde festgestellt, dass das körperliche Aktivitätsniveau bei Frauen mit einem höheren Körperfettanteil niedriger ist, was die Notwendigkeit körperlicher Aktivität nicht nur für Übergewichtige, sondern auch für Personen, die nicht übergewichtig sind, nahelegt. Für die Studie analysierten die Forscher Daten der Women's Health Initiative (WHI), einer Beobachtungsstudie, die die Gesundheit postmenopausaler Frauen im Alter von 50-79 Jahren untersucht.

Während der Median 16 Jahre Follow-up wurden die Studienteilnehmer für die Entwicklung von invasivem Brustkrebs beurteilt, und Krebsfälle wurden für Östrogen-Rezeptor (ER) -Positivität ausgewertet. Von den 3.460 Teilnehmern an der Studie entwickelten 182 während der Nachuntersuchung invasives Mammakarzinom und 146 dieser Fälle waren ER-positiv.

Es wird angenommen, dass etwa 80 Prozent aller Brustkrebserkrankungen ER-positiv sind.

Bei der Analyse der Daten fanden die Forscher sogar bei Frauen mit normalem BMI einen Zusammenhang zwischen dem Risiko von Brustkrebs und einem höheren Gesamtkörperfett.

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