Grünflächen helfen, die Gehirnentwicklung von Kindern zu fördern

Deshalb sollte das Spielen im Park nicht nur eine Wochenendaktivität sein, sondern eine Routineaufgabe.

Kinder, die im Grünen aufwachsen, könnten davon profitieren, da ihre Gehirnentwicklung positiv beeinflusst wird, was zu einem besseren Arbeitsgedächtnis und einer reduzierten Unaufmerksamkeit führt, so eine Studie. Den Forschern zufolge werden Grundschulkinder, die in Häusern, die von mehr Grünflächen umgeben sind, aufwachsen, in bestimmten Bereichen ihres Gehirns dazu neigen, größere Mengen weißer und grauer Materie zu haben.

Diese anatomischen Unterschiede sind wiederum mit positiven Auswirkungen auf die kognitive Funktion verbunden, sagte der Forscher. "Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine frühzeitige Exposition gegenüber Grünflächen zu positiven strukturellen Veränderungen im Gehirn führen könnte", sagte der Hauptautor der Studie, Payam Dadvand, Forscher vom Barcelona Institute of Global Health (ISGlobal). "Dies ist die erste Studie, die den Zusammenhang zwischen langfristiger Exposition gegenüber Grünflächen und Gehirnstruktur bewertet", fügte Dadvand hinzu.

Für die Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift Environmental Health Perspectives, untersuchten die Forscher 253 Schulkinder. Die lebenslange Exposition von Grünflächen in Wohngebieten wurde anhand satellitengestützter Informationen über die Adressen der Kinder von der Geburt bis zum Zeitpunkt der Studie geschätzt. Die Anatomie des Gehirns wurde mit hochauflösenden 3D-Magnetresonanz-Bildern (MRT) untersucht. Arbeitsgedächtnis und Unaufmerksamkeit wurden mit computerisierten Tests ausgewertet.

Die Datenanalyse zeigte, dass die langfristige Exposition gegenüber Grünpflanzen positiv mit dem Volumen weißer und grauer Substanz in jenen Teilen des Gehirns assoziiert war, die sich teilweise mit denen überschnitten, die mit höheren Werten bei kognitiven Tests assoziiert waren.
Spitzenvolumina von weißer und grauer Substanz in den mit Grünflächenexposition verbundenen Regionen sagten ein besseres Arbeitsgedächtnis und reduzierte Unaufmerksamkeit voraus.

Grünflächen sollen Kindern Möglichkeiten für psychologische Wiederherstellung und schnelle Übungen für Entdeckung, Kreativität und Risikobereitschaft bieten, sagten die Forscher. Darüber hinaus weisen umweltfreundlichere Gebiete oft eine geringere Luftverschmutzung und Lärmbelastung auf und können mikrobielle Einträge aus der Umwelt anreichern, was allesamt zu indirekten Vorteilen für die Entwicklung des Gehirns führen kann.

Quelle: IANS

Bildquelle: Shutterstock

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