Infektionen während des frühen Lebens können das Zöliakie-Risiko erhöhen

Infektionen im frühen Leben sind mit einem erhöhten Risiko für Glutenintoleranz oder Zöliakie im späteren Leben verbunden.

Agenturen | Aktualisiert: 22. Juni 2017 10:34 Uhr

Infektionen im frühen Leben sind mit einem erhöhten Risiko von Gluten-Intoleranz oder Zöliakie im späteren Leben verbunden, schlägt neue Forschung vor. Die Studie, veröffentlicht in der Amerikanisches Journal der Epidemiologiefanden heraus, dass das Risiko, an Zöliakie zu erkranken, bei wiederholten gastrointestinalen Infektionen im ersten Lebensjahr besonders hoch war. "Es scheint, dass das erhöhte Zöliakierisiko mit einer dauerhaften Entzündung des Gastrointestinaltrakts in der frühen Kindheit verbunden ist und nicht durch einen spezifischen viralen oder bakteriellen Erreger verursacht wird", sagt Andreas Beyerlein vom Institut für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München Deutschland. Für die Studie analysierten die Wissenschaftler die Daten von 295.420 Kindern, die zwischen 2005 und 2007 geboren wurden.

Medizinisch begleitete Infektionen von der Geburt bis zu einem Durchschnittsalter von 8,5 Jahren wurden in der Analyse berücksichtigt. Insgesamt entwickelten 853 Kinder eine Gluten-Intoleranz. Während die Analyse zeigte, dass das Risiko, an Zöliakie zu erkranken, besonders hoch ist, wenn Magen-Darm-Trakt-Infektionen im ersten Lebensjahr auftreten, wurde in einem geringeren Ausmaß auch ein erhöhtes Krankheitsrisiko im Zusammenhang mit frühen Atemwegsinfektionen nachgewiesen. (Lesen Sie: Wie können Zöliakie-Patienten eine ausgewogene indische Ernährung haben?)

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