Neue Fortschritte bei Medikamenten gegen Malaria

Ein Forscherteam hat kürzlich neue Angriffspunkte für die Medikamentenentwicklung gegen den lebensbedrohlichen Malariaparasiten entdeckt.

Ein Team von Forschern hat kürzlich neue Angriffspunkte für die Entwicklung von Medikamenten gegen den lebensbedrohlichen Malariaparasiten entdeckt, der zwei Proteine ​​benötigt, um rote Blutkörperchen zu infizieren und nach der Vermehrung auszutreten. Plasmodium falciparum ist die Parasitenart, die weltweit die meisten Malaria-Todesfälle verursacht. Forscher vom Eunice Kennedy Shriver National Institute in den USA versuchten, die Rolle der Plasmepsine IX und X aufzudecken - zwei der 10 Arten von Plasmepsin-Proteinen, die von P. falciparum für metabolische und andere Prozesse produziert werden.

Die Ergebnisse zeigten, dass ein Medikament namens CWHM-117, das bereits in einem Mausmodell für Malaria getestet wurde, den Forschern helfen könnte, CWHM-117 zu modifizieren, um es effektiver zu machen. Sie erzeugten Malaria-Parasiten, denen das Plasmepsin IX oder X unter experimentellen Bedingungen fehlte, und verglichen sie mit denen, die die zwei Proteine ​​hatten. Das Team fand Plasmepsin IX in Rhoptrien, spezialisierte Zellstrukturen im Inneren des Parasiten, die dabei helfen, in Rote Blutkörperchen einzudringen. Die Parasiten ohne Plasmepsin IX hatten fehlerhafte Rhoptrien. Außerdem beobachteten sie Plasmepsin X in Axonemen - kleine Vesikel (ballonartige Strukturen), die Malariaparasiten helfen, infizierte Zellen zu verlassen. Erfahren Sie mehr über Wie wird Malaria behandelt?

Das Team entdeckte auch, dass Plasmepsin X ein wichtiges Protein namens SUB1 prozessiert. Ohne Plasmepsin X konnten die Parasiten SUB1 nicht verarbeiten und konnten rote Blutkörperchen nicht infizieren oder diese Zellen nach der Vermehrung verlassen. Die Forscher identifizierten auch drei experimentelle Malariamedikamente, die möglicherweise gegen Plasmepsin X gerichtet sind. Darüber hinaus könnten Parasiten, denen die Plasmepsine fehlen, potentiell dazu verwendet werden, Wirkstoffkandidaten zu testen, um zusätzliche Anti-Malaria-Verbindungen zu identifizieren. Die Forschung erscheint in einer Zeitschrift namens 'Wissenschaft'. (Lesen Sie: Fünf neue Malaria-Impfstoffziele identifiziert)

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