Wissenschaftler entdecken das Körperwarnsystem, das DNS "sprüht", um Zellen zu alarmieren!

Mitochondrien in den weißen Blutkörperchen sezernieren ein Netz von DNA-Fasern, das Alarm schlägt.

Ein bisher unbekanntes Warnsystem, das zum Immunsystem des Körpers beiträgt, wurde entdeckt.

Laut den Forschern der Universität Linkoping schütten Mitochondrien in den weißen Blutkörperchen ein Netz von DNA-Fasern aus, das Alarm schlägt.

Die Ergebnisse könnten zu einem erhöhten Wissen über autoinflammatorische Erkrankungen und Krebs führen.

Weiße Blutkörperchen sind Hauptbestandteile der Immunabwehr des Körpers, und die Forschungsgruppe hat gezeigt, dass verschiedene Arten dieser Zellen gegen kleine DNA-Fragmente reagieren, die der DNA von Bakterien und Viren ähnlich sind.

Die weißen Blutkörperchen sprühen ein Netz aus mitochondrialen DNA (mtDNA) -Strängen aus. Mitochondrien sind in allen Zellen vorhanden und produzieren normalerweise die Energie, die von der Zelle benötigt wird, indem sie Zucker und Fett zu Wasser und Kohlendioxid verbrennen.

Die Bahn, die die Mitochondrienfreisetzung sendet, sendet Signale an die umgebenden Zellen, dass der Körper angegriffen wird, und verursacht, dass andere weiße Blutzellen eine Signalsubstanz freisetzen, die als "Interferon-Typ 1" bekannt ist. Diese Substanz hilft dem Immunsystem, die Infektion zu bekämpfen.

"Wir zeigen, dass die weißen Blutkörperchen im Immunsystem mtDNA außerhalb der Zellen in einem aktiven Prozess als Reaktion auf infektiöse Agenzien wie Bakterien und Viren freisetzen können. Die Entdeckung eröffnet die Möglichkeit weiterer Studien, in denen wir versuchen werden, die Freisetzung von mtDNA zu reduzieren und auf diese Weise die Entzündung, die es verursacht, zu reduzieren ", erklärte Forscher Björn Ingelsson.

Andere Arten von Gewebe, die von weißen Blutzellen im Immunsystem gebildet werden (bekannt als "Neutrophile"), waren bereits bekannt. Diese Zellen setzen mit antibakteriellen Proteinen beschichtete Netze frei. Die Bildung der neu entdeckten mtDNA-Bahnen unterscheidet sich jedoch grundlegend von derjenigen der anderen Arten von Bahnen. Die Forscher haben gezeigt, dass die mtDNA-Bahnen innerhalb weniger Minuten aktiviert werden, was schneller ist als die Neutrophilen-basierten Netze. Den letzteren fehlt auch die Signalfunktion, die die mtDNA-Bahnen haben. Außerdem überleben die mtDNA-Bahnen länger im Blut, bevor sie aufgelöst werden.

Hohe Konzentrationen von Interferon Typ 1, der Signalsubstanz, die durch die mt-DNA-Bahnen aktiviert wird, treten bei verschiedenen Autoimmunkrankheiten und verschiedenen Krebsarten auf. Die Forscher glauben, dass es möglich sein könnte, die sekretierten mtDNA-Moleküle zu quantifizieren und die Warnsignale zu interpretieren und auf diese Weise diese Krankheiten besser zu verstehen.

Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin PNAS veröffentlicht.

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